Die AFD! – Teil II von III – Daten von Delegierten sind im Netz durch Dritte hinterlegt worden!

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Daten von Delegierten im Netz hinterlegt!

Bereits Ende der letzten Woche wurde eine weitere Spitze im Bereich der politischen Spiele über eine im Netz veröffentliche Liste aller AfD Delegierten einsehbar.

Eine Liste mit kompletten Adressen, E-Mail und bis hin zum Geburtsdatum sichtbar, welche über eine Organisation unter „linksunten.indymedia.org“ öffentlich bereitgestellt wurde. Auf dieser Seite waren zudem eine Liste einer AfD Veranstaltung aus Sachsen und der Bremer Veranstaltung aus 2015. Interessant ist nun, dass am Montag die Listen dort gegen 16.00/h nicht mehr einsehbar waren.

In der Nacht vom 03.05.2016 jedoch konnten jedoch nun wieder unter den nachfolgenden Links die Listen von AfD Mitgliedern eingesehen werden.

Stuttgart / Namen und Adressen von AfD Mitgliedern v. Parteitag 2016
https://linksunten.indymedia.org/en/node/usw.

Sachsen / AfD Mitgleiderliste Sachsen
https://linksunten.indymedia.org/en/node/usw.

Bremen / Mitgliederliste v. Parteitag 2015
https://linksunten.indymedia.org/en/node/usw.

Junge Freiheit / Adressverzeichnis der Wochenzeitung Junge Freiheit.
https://linksunten.indymedia.org/en/node/usw.

Doch genau an diesem Punkt beginnt es nun erst recht, sehr schnell, viele Fragen direkt in Richtung einer AfD zu stellen!

(Zudem nun immer im Hinterkopf behalten, dass seit vielen Monaten öffentlich unübersehbar vermittelt wurde, dass die AfD, ein von der ANTIFA und den Linksautonomen ganz massiv attackierter Gegner sein soll, der in seinen konzertierten Aktionen vor nichts zurückschreckt)

Also im Ergebnis bedeutet dies, wenn dieser Umstand wirklich real stimmen sollte, bestehen doch schon lange in der AfD Führung wissentlich die Kenntnisse um einen massiven „Bedrohungsgrad“ oder eben einem Umstand einer „Gefahr im Verzug“ für jede und jeden, der sich nur im Ansatz AfD lastig äußert oder identifiziert.

So stellen wir mit diesem Vorwissen dann doch einmal die richtigen Fragen:

1.   Wie kann es also sein, dass fremde Organisationen / Personen, trotz und gerade mit dem Wissen in der AfD Führung einer vermeintlichen Bedrohungs- oder Angriffslage durch die Linke Szene und der ANTIFA, auf die Rechner der AfD zugreifen können und im Weiteren derart sensible Daten von Delegierten, wohl eben aber nicht die Daten der Vorstände entnehmen?

2.    Geschah der Angriff, das Abgreifen der Daten über einen Hacker oder eben über einen Maulwurf im Haus der AfD oder eben in Kombination beider Funktionen? Die mir aus parteinahen Kreisen zugetragene Begründung, es handle sich um einen Server, auf dem die Liste gespeichert sei, der in Montreal steht und die Organisation sei in Sao Paulo registriert, ist mehr als schwammig. (Siehe hierzu auch Frage 12)

3.    Da es unwahrscheinlich ist, dass ein Hacker nur diese Personen Daten nutzt und abgreift, wenn dieser schon einmal im System ist, stellt sich dann nicht die Frage nach dem weiteren Umfang der abgegriffenen Daten von den AfD Rechnern?

4.    Auch die Frage nach den entnommenen Daten zu eventuellen Spendern und den Kontendaten sowie dem gesamten Schriftwechsel im vollen Umfange stellt sich dann ebenso?

5.    Wie waren also die Computer und Daten der AfD und deren Netzwerke / Strukturen denn nun wirklich geschützt oder evtl. warum eben nicht?

6.    Wenn nicht, warum schätzte die AfD Führung die aktuelle Bedrohungslage / Angriffsmöglichkeiten deren diese augenscheinlich ausgesetzt ist, derart klein ein?

7.    Welche Rolle spielen in diesem Zusammenhang die AfD Landesverbände und der Bundesverband im Umgang und im Handling in der direkten internen Übermittlung mit sensiblen Personen- und sonstigen Daten?

8.    Welche Rolle spielen die Im Netz befindlichen Portale zur Anmeldung als Mitglied bei einer AfD als Sicherheitsfehlerquelle?

9.    Stellt sich nicht eventuell damit auch die Frage nach der gebotenen Sorgfaltspflicht oder gar nach einer Fahrlässigkeit oder groben Fahrlässigkeit der AfD Führung im Umgang mit sensiblen Daten ihrer Mitglieder oder derer mehr?

10.    Warum reagierte man nicht wesentlich schneller seitens der AfD Führung, um nach Bekanntwerden der Veröffentlichungen bereits letzte Woche und mit Ansage eines Meuthen vom Podium in der Stuttgarter Veranstalötung, der Listen auf der Seite „linksunten.indymedia.org“ und anscheinend weiterer Seiten bereits letzte Woche veröffentlicht, um hierdurch sofort die Betroffenen Mitglieder und deren Familien zu schützen?

11.    Gab es hierzu seitens der AfD Führung eine gerichtlich erwirkte einstweilige Verfügung gegen die Betreiber der Seite?

12.    Wenn dies der Fall sein sollte, dann stellt sich die Frage, wie sollte dies dann gehen, wenn es sich um eine Organisation die in Sao Paulo registriert ist handelt und auf deren Server, der wiederum in Montreal steht, diese juristisch zu belangen?

13.    Wie will die AfD Führung nun im Nachgang und der Nachsorge gewährleisten, dass deren Mitglieder und deren Familien nicht in naher oder ferner Zukunft massiven Bedrohungs- oder Gefahrenlagen ausgesetzt sein werden?

14.    Ist die uns vorliegende Information korrekt, dass bei der aktuellen Veranstaltung in Stuttgart, Journalisten der sogenannten „Linken“ Ausrichtungen eingelassen wurden und diese sich frei im Saal bewegen konnten und zudem die Mitglieder fotographierten?

Und dann noch zusätzlich ein ganz anderer Blickwinkel, eine gänzlich andere Betrachtung zum Thema der veröffentlichten Delegiertenliste.

Alles in allem, hat nun diese dubiose Veröffentlichung der Delegiertenliste im Netz und deren persönlichen Daten, gerade auf Basis der seit Monaten aufgebauten und vorhandenen Ängste jedes Einzelnen in der AfD durch eine ANTIFA auch im Umkehrschluss die Folge, dass hierdurch nun ein zusätzliches und ganz massives psychologisches Bindungsmoment der Delegierten / Mitglieder diese noch enger an die AfD Führung schweißt.

Ein Schelm, der Böses dabei denkt!

Zuletzt dies auch noch kurz ergänzt, durch die sicht- und hörbaren Abläufe, die Umgangsformen und das Abwürgen von Teilnehmern in ihren Vorschlägen, teils mit Androhungen des Moderators gegenüber den Delegierten, die hurtige Abhandlung der Inhalte und die Durchführung der Beschluss Fassungen am vergangenen Wochenende in Stuttgart sprechen sicher hierzu auch eine klare führungspolitische AfD Sprache und vor allem zeigt dies wie man in den Hierarchien innerhalb der AfD Partei denkt und vor allem agieren möchte.

Hoffen wir, dass die Mitglieder in der AfD und deren hierarchischen Vorgaben auch wirklich ihre politische Heimat finden werden können.

Im Übrigen strahlte Phönix die Veranstaltung aus.

Machen Sie sich bitte selbst ein Bild, jedoch ich bleibe dabei:

Ich habe ganz große Sorge um die Menschen im Land, die keine Möglichkeit haben, die politischen Spielfelder und damit die involvierten und machthungrigen Spielerinnen und Spieler und damit die schlussendliche Wahrheit zu erkennen!

Gleich wie sich der Einzelne politisch, gedanklich positionieren wird, es wird immer ein schaler Geschmack im Mund übrig bleiben.

Zudem habe ich Sorge und dies nicht unter Betracht einer politischen oder parteilichen Wertung, um die auf den im Netz veröffentlichten Delegierten Listen und vor allem deren Familien, da diese nun eben faktisch „schutzlos“ öffentlich, nicht wissend um evtl. Ausgrenzungen und Angriffen, völlig alleine gleich welcher AfD Führungs-Lippenbekenntnisse, real diesen Umständen ausgesetzt sind.

Und zu guter Letzt, sollten wir uns alle und besonders die politischen Spielerinnen und Spieler darauf besinnen, dass Deutschland ein Grundgesetz und eine Rechtsstaatlichkeit hat, wo gerade Menschen, deren Sicherheit, deren Meinungen und deren Würde bisher hohe Attribute waren und schnellstens wieder im täglichen Umgang gelebt werden sollten.

Herzlichst
Ihr
Thomas H. Stütz

Anmerkung:
Teil I und Teil II gingen bereits kompakt zusammengefasst am 03.05.2016 an die Kanzlerin, an alle Bundestagsmitglieder, die Parteipräsidien, die EU Regierungschefs und an ca. 600 Medien und Presse Stellen in Deutschland und dem europäischen Ausland

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